Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Veranstaltungen in Berlin Kunst + Kultur
 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2026 - Beitrag vom 07.05.2026


Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin
AVIVA-Redaktion

Die AVIVA-Auswahl zu Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten und unentdeckten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.




Liebe Leser*innen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - die Termine sind chronologisch nach dem Beginndatum der jeweiligen Ausstellung geordnet, scrollt/scrollen Sie daher am besten durch diese Seite um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
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  • 30. Januar bis 18. Oktober 2026
    "Ich bin keine Keramikerin." Linde Burkhardt
    Das Bröhan Museum zeigt eine Auswahl des vielseitigen Werks der Künstlerin und Designerin Linde Burkhardt (*1937).
    Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich und einem Malereistudium in Berlin studiert Linde Burkhardt in Hamburg bei Almir Mavignier. In den 1960er Jahren war die Hochschule für bildende Künste in Hamburg eine der interessantesten Kunstschulen Deutschlands. Max Bill, Joseph Beuys, Franz Erhard Walther, Max Bense und Bazon Brock, um nur einige zu nennen, gehörten zu den wichtigen Inspirationsquellen für die junge Künstlerin. Mit dem Konzept der Partizipation des Betrachters und natürlich dem Einfluss der 68er-Bewegung veränderten sich der Kunstbegriff und auch das Kunstverständnis von Linde Burkhardt.
    Die Offenheit für das Experiment, die Lust am Austesten von neuen Möglichkeiten wurden zum Wesensmerkmal ihres Schaffens. Als Malerin entwirft sie Teppiche. Als jemand, die noch nie mit Keramik gearbeitet hat, wagt sie sich an dieses altehrwürdige, ja fast archaische Material der menschlichen Kreativität heran. Zunächst nutzt sie für sie vorgefertigte lederharte Teller nur als Grundlage für ihre Zeichnungen, aber schon bald entwirft sie Formen für Gefäße, darunter viele für die italienische Designfirma Driade. Für Alessi kombiniert sie Metall und Keramik, indem sie vorgefertigte Metallteile von Alessi-Klassikern mit eigenen Keramikformen zu etwas ganz Neuem kombiniert. Oder sie fordert den italienischen Designer Alessandro Mendini in der Serie "Due mani" zu einem Duett auf: Einmal entwirft Mendini die Form und Linde Burkhardt den Dekor und bei der nächsten Serie ist es umgekehrt. Immer haben ihre Objekte einen hohen erzählerischen Wert, weshalb sie auch problemlos zwischen freien Arbeiten und Entwürfen für Designfirmen wechseln kann.
    Ein Großteil der in der Ausstellung gezeigten Werke geht nach dem Ende der Schau als Schenkung der Künstlerin in den Besitz des Bröhan Museums über.
    Kurator der Ausstellung: Dr. Tobias Hoffmann.
    Veranstaltungsort: BRÖHAN MUSEUM
    Jugendstil Kunst Design
    Schloßstraße 1a
    Schlossstr. 1a,
    14059 Berlin
    Öffnungszeiten: Di bis So von 11 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen
    Eintritt: 9,- €, erm. 6,- €. Happy Wednesday: Jeden 1. Mittwoch im Monat gilt ein Einheitspreis von 4,- € für alle.
    Tickets können online unter www.broehan-museum.de/service oder vor Ort erworben werden.
    www.broehan-museum.de/ausstellung/ich-bin-keine-keramikerin-linde-burkhardt
    www.linde-burkhardt.de

  • 21. Februar – 10. Mai 2026
    Else Marie Pade - Partitur
    Partitur ist die erste internationale Ausstellung, die der dänischen Komponistin und Klangkünstlerin Else Marie Pade (1924–2016) gewidmet ist. Pade war eine Wegbereiterin der "musique concrète" und der europäischen elektronischen Musik. Über mehrere Jahrzehnte hinweg betrachtete Pade Klang als visuelles Medium von Intensitäten, Vielfalt und Dissonanz. Ihre Kompositionen führen Zuhörer*innen durch Märchen, Stadtlandschaften und Albträume, mit Partituren, die die Notation, den Prozess und die kakophonischen Erzählräume des Lebens einfangen.
    Ausgehend von Pades wegweisenden musikalischen Arrangements und Papierarbeiten zeichnet Partitur die künstlerische Entwicklung der Komponistin ab den 1950er–Jahren nach. Die Ausstellung entfaltet sich als immersive Hörumgebung, die an die räumlichen Strukturen ihrer Partituren und die von ihr neu gedachte Sprache für elektronische Komposition angelehnt ist. Begleitet wird die Ausstellung von einem Live–Programm, das Pades Erbe aufgreift und weiterführt. Es präsentiert in Berlin ansässige Klangkünstler*innen sowie Beiträge zu Musik, Kollektivität und dem Erbe von Künstlerinnen in der elektronischen Musik.
    Kuratorin: Sofie Krogh Christensen
    Else Marie Pade begann mit dem Komponieren nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf sie aufgrund ihrer Beteiligung am Widerstand der Frauen inhaftiert war. 1952 entdeckte sie die musique concrète über Radiosendungen, was sie dazu inspirierte, Anfang der 1950er-Jahre ein Studio für elektronische Musik beim Dänischen Rundfunk aufzubauen. Pade verfolgte die zeitgenössischen europäischen Entwicklungen der Neuen Musik aufmerksam. Dabei waren Begegnungen mit Pierre Schaeffer, Karlheinz Stockhausen und György Ligeti prägend für ihre künstlerische Entwicklung. Ihr vielseitiges Œuvre umfasst elektronische Kompositionen ebenso wie Kammer- und Orchestermusik, Musik für Kinder, Hörspiele und Musiktheater.
    Obwohl ihr Werk in der dänischen Musikgeschichtsschreibung nach den frühen 1980er-Jahren weitgehend in Vergessenheit geriet, erfährt es seit den 2000er-Jahren eine erneute Rezeption, begleitet von zahlreichen Neuaufnahmen, Remixes und Aufführungen.
    Veranstaltungsort: KW Institute for Contemporary Art
    Auguststraße 69
    10117 Berlin
    Mi – Mo, 11:00–19:00
    Geschlossen am Dienstag
    www.kw-berlin.de/de/ausstellungen/else-marie-pade-partitur

  • Ausstellung: 7. März – 17. Mai 2026
    Eröffnung: 6. März 2026, 19 Uhr. Eintritt frei!

    EDITH TUDOR-HART
    Crossing Lines – Fotografie zwischen Kunst und Aktivismus

    Erstmals in Deutschland zeigt f³ – freiraum für fotografie eine umfangreiche Retrospektive der österreichisch-britischen Exilfotografin Edith Tudor-Hart (1908 Wien – 1973 Brighton).
    Edith Tudor-Hart, geborene Suschitzky, war eine zentrale Protagonistin der sozialdokumentarischen Fotografie zwischen 1930 und 1955. In ihrem Werk wies sie engagiert auf gesellschaftliche Missstände hin, behandelte Themen wie Armut, Integration und Frauenrechte und bildete die Lebensbedingungen der arbeitenden Klasse ab. Sie fotografierte das Leben in Wiener Hinterhöfen, an der Donau und im Prater, die Proteste gegen den aufkommenden Faschismus, Bergmänner, Fabrikarbeiter und Fischer in Wales, die Frauenbewegung der Nachkriegszeit und die neuen Einrichtungen der Reformpädagogik.
    Aus einer säkularen jüdischen Familie in Wien stammend und als überzeugte Kommunistin war ihr Lebensweg von politischer Verfolgung und persönlichen Schicksalsschlägen geprägt: Zunächst absolvierte sie eine Ausbildung zur Montessori-Kindergartenpädagogin in Wien und London, wo sie den Beruf auch ausübte. In den späten 1920er-Jahren studierte sie am Bauhaus in Dessau Fotografie und Grafik und entwickelte dort ihren sachlichen, sozialkritischen Stil. 1933 wurde sie wegen ihres Engagements in der Kommunistischen Partei inhaftiert und floh vor dem Faschismus ins Exil nach England. Ihren Mann, den britischen Arzt Alexander Tudor-Hart, heiratete sie an der britischen Botschaft in Wien, damit sie als seine Ehefrau nach Großbritannien ausreisen konnte. In London setzte sie ihre fotografische Arbeit erfolgreich fort und publizierte zahlreiche Reportagen in linksgerichteten Zeitungen und Zeitschriften, darunter die Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ), der Kuckuck und die Picture Post.
    Vermutet wird, dass Edith Tudor-Hart bereits seit ihrem Teenageralter mit Nachrichtendiensten und Geheimdiensten der Sowjetunion zusammenarbeitete. Ihre Aktivitäten als Agentin blieben jedoch zeitlebens unentdeckt. Historisch belegt ist, dass sie eine Schlüsselrolle bei der Rekrutierung des berühmten Spionagerings "Cambridge Five" spielte. Aus Angst vor Überwachung und Enttarnung vernichtete sie in den 1950-Jahren einen Teil ihrer Negative und beendete wegen des Drucks des englischen Geheimdienstes und aus gesundheitlichen Gründen ihre Tätigkeit als Fotografin. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, eröffnete sie ein kleines Buchantiquariat. 1973 starb Edith Tudor-Hart in Brighton. Erst Jahrzehnte nach ihrem Tod wurde ihr fotografisches Werk wiederentdeckt und neu bewertet. Ihr fotografischer Nachlass befindet sich heute im Archiv des Fotohofs Salzburg.
    Veranstaltungsort: f³ – freiraum für fotografie |Prinzessinnenstraße 30 | 10969 Berlin
    Öffnungszeiten: Di–So, 13–19 Uhr
    www.fhochdrei.org

  • 27. März bis 25. Mai 2026
    Barbara Loftus. Eine Enterbung
    Die Ausstellung "Eine Enterbung" im Haus am Lützowplatz (HaL) ist das Ergebnis einer seit 1994 andauernden künstlerischen Auseinandersetzung der britischen Malerin und Filmemacherin Barbara Loftus (*1946) mit dem früheren Leben ihrer Mutter Hildegard, geborene Basch (1915-2007). Diese entkam dem NS-Regime im britischen Exil, während ihre Eltern und ihr Bruder am 14. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden.
    Über die Kindheit der Mutter im Berlin-Schöneberg der 1920er Jahre, über ihr Aufwachsen in der anfangs noch großbürgerlichen Wohnung in der Lutherstraße 51 (1939 umbenannt in Keithstraße 14), über die finanziellen Schwierigkeiten der Großeltern Sigismund und Herta während der Hyperinflation und der Weltwirtschaftskrise sowie schließlich über die ab 1933 einsetzende massive gesellschaftliche Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung bis hin zu Verfolgung, Deportation und Vernichtung – über all dies wusste die Tochter jahrzehntelang nichts Genaues.
    Erst im Alter von 79 Jahren begann Barbaras Mutter aus einer zufälligen Situation heraus, über diesen Teil ihrer Vergangenheit zu sprechen. Seitdem widmet sich ihre Tochter der zuvor verborgenen Familiengeschichte mit bemerkenswerter Hingabe und Stringenz. Barbara Loftus studierte von 1962 bis 1964 an der Harrow School of Art und anschließend von 1964 bis 1968 am Brighton College of Art. Nach mehreren Ausstellungen und Lehrtätigkeiten wurden die ab 1994 zugänglich gewordenen Erinnerungen ihrer Mutter zum Katalysator neuer künstlerischer Verfahren – etwa der archivbasierten Forschung oder des Dokumentarfilms – und zugleich zum Zentrum einer bis heute fortgeführten Werkserie.
    Ein Teil ihrer (re)konstruierten "Erinnerungsbilder" wurde 2013/14 im Ephraim-Palais aus Anlass des Themenjahres "Zerstörte Vielfalt. Berlin 1933–1938–1945" gezeigt, das an die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die Novemberpogrome erinnerte. Die dort ausgestellten Arbeiten wurden anschließend vom Land Berlin für die Sammlung des Stadtmuseums erworben. Eine Auswahl daraus bildet nun den Grundstock der Ausstellung im Haus am Lützowplatz, ergänzt um zahlreiche neue Arbeiten, einen 2018 entstandenen Film sowie eine neue Publikation.
    Die Idee zur Ausstellung wurde von Paul Spies noch während seiner Amtszeit als Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin im Austausch mit Marc Wellmann und Barbara Loftus entwickelt. Die örtliche Nähe zur Keithstraße sowie der Umstand, dass die Ausstellungsräume am Lützowplatz zu einem Wohnhaus gehören, das sich bis 1938 in jüdischem Besitz befand, bildeten dabei die tragenden, bedeutungsstiftenden Motive.
    Im Permanent-Verlag erscheint ein Katalog.
    Die Publikation konnte dank der großzügigen Unterstützung einer Berliner Kunstfreundin realisiert werden.
    Kuratiert von Marc Wellmann, Künstlerischer Leiter Haus am Lützowplatz (HaL).
    Veranstaltungsort: Haus am Lützowplatz
    Fördererkreis Kulturzentrum Berlin e.V.
    Lützowplatz 9
    10785 Berlin
    www.hal-berlin.de/ausstellung/eine-enterbung

  • 02. April 2026 – 26. Juli 2026
    Räume schaffen. Die Konstruktivistin Marlow Moss. Mit Leonor Antunes, Tacita Dean, Florette Dijkstra und Ro Robertson
    Das Georg Kolbe Museum widmet Marlow Moss (1889–1958) 2026 die erste große Ausstellung in Deutschland. Erstmals werden ihre erhaltenen Skulpturen gemeinsam präsentiert und durch Malerei, Zeichnungen und Archivmaterial ergänzt. Im Dialog mit zeitgenössischen Positionen von Leonor Antunes, Tacita Dean, Florette Dijkstra und Ro Robertson entsteht eine vielschichtige Begegnung von historischer Avantgarde und Gegenwartskunst.
    Es ist die erste große Schau dieser wegweisenden Künstlerin in Deutschland – eine Schlüsselfigur der abstrakten Kunst wird in den Fokus gerückt.
    Als eine der wenigen in den avantgardistischen Kreisen aktiven und anerkannten Frauen sowie als Mitglied der Pariser Künstler*innenvereinigung Abstraction-Création entwickelte Moss eine unverwechselbare Formensprache zwischen Malerei und Skulptur. Mit ihren streng rhythmischen Kompositionen, geometrischen Reliefs und ihrer innovativen Verwendung der Doppellinie in der konstruktivistischen Malerei und Skulptur suchte sie nach einer universellen Ordnung von Farbe, Linie und Raum.
    Lange Zeit blieb ihr Werk im Schatten der Kunstgeschichte – nicht zuletzt aufgrund von Verfolgung, Exil, dem Verlust vieler Arbeiten und ihrem queeren Selbstverständnis. Das Georg Kolbe Museum präsentiert es nun in einer Ausstellung. Erstmals werden dabei die noch erhaltenen Skulpturen von Marlow Moss gemeinsam gezeigt. Malerei, Zeichnungen, Fotografien, Filme und Archivmaterial ergänzen die Ausstellung, die ein eindrucksvolles Bild der künstlerischen Vision und des bewegten Lebens von Moss zeichnen.
    Die zeitgenössischen Künstler*innen Leonor Antunes (*1972), Tacita Dean (*1965), Florette Dijkstra (*1963) und Ro Robertson (*1984) bereichern die Ausstellung mit ihren eigenen künstlerischen Perspektiven, die verschiedenste Verbindungslinien zu Moss eröffnen. Im lebendigen Dialog der Werke entsteht so eine fesselnde Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
    Die Ausstellung führt Leihgaben aus bedeutenden Museen und Archiven in Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, den USA und Deutschland sowie zahlreichen Privatsammlungen zusammen.
    Kuratiert wird das Projekt von Dr. Lucy Howarth und Dr. Elisa Tamaschke. Begleitend erscheint ein zweisprachiger Katalog (dt./engl.) im Hirmer Verlag.
    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin Marlow Moss - A Forgotten Maverick Zeichnungen, Malereien, Reliefs und Skulpturen mit rhythmischen Linien und geometrischen Formen
    Die Geschichte von Marlow Moss ist die einer unangepassten, lesbischen, jüdischen Malerin und Bildhauerin in der Kunstszene der 1930er und 40er Jahre, die trotz ihrer richtungsweisenden Innovationen in der öffentlichen Wahrnehmung – im Gegensatz zu ihren Zeitgenossen – kaum berücksichtigt wurde. (2017)
    Veranstaltungsort: Georg Kolbe Museum
    Sensburger Allee 25, 14055 Berlin
    georg-kolbe-museum.de/programm/ausstellungen/raeume-schaffen-die-konstruktivistin-marlow-moss

  • 17. April bis 04. Oktober 2026
    Neue Frau, Neues Sehen.
    Die Bauhaus-Fotografinnen

    Herausragende Fotografinnen gibt es seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert. Viele von ihnen waren Pionierinnen auf diesem Gebiet. Sie experimentierten mit fotografischen und gestalterischen Techniken und loteten die Grenzen des neuen Mediums aus. So auch die Fotografinnen des Bauhauses. Sie beobachteten ihre Umgebung durch die Kameralinse und hielten dabei zahlreiche Motive in zum Teil neuen und ungewohnten Perspektiven fest. Das Spekt¬rum ihres künstlerischen Schaffens reicht dabei von der gegenständlichen Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur abstrakten experimentellen Fotografie.
    Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Die Motive sind heute vielen bekannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA.
    Auch im 21. Jahrhundert setzen sich Künstlerinnen auf vielfältige Weise mit der Fotografie auseinander. Wie die Bauhaus-Fotografinnen versuchen auch sie, ihre Gegenwart im fotografischen Bild festzuhalten und hinterfragen dabei die kon¬ventionellen Formen des Mediums. Für die Ausstellung hat das Bauhaus-Archiv die drei zeitgenössischen Künstlerinnen Kalinka Gieseler, Caroline Kynast und Sinta Werner eingeladen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog mit den historischen Positionen zu treten.
    Die Künstlerinnen der Ausstellung:
    Gertrud Arndt
    Ellen Auerbach
    Irene Bayer
    Lotte Stam-Beese
    Irena Blühová
    Marianne Brandt
    Lotte Collein
    Barbara Crane (New Bauhaus)
    Margarete Dambeck-Keller
    Ise Gropius
    Charlotte Grunert
    Toni von Haken-Schrammen
    Florence Henri
    Catherine Hinkle (New Bauhaus)
    Irene Hoffmann
    Hilde Hubbuch
    Grit Kallin-Fischer
    Judit Kárász
    Ivana Meller-Tomljenović
    Etel Mittag-Fodor
    Lucia Moholy
    Lony Neumann
    Ricarda Schwerin
    Ré Soupault
    Grete Stern
    Elsa Thiemann
    Else Tholstrup (New Bauhaus)
    Mili Thompson (New Bauhaus)
    Edith Tudor-Hart
    Kuratorisches Team
    Kristin Bartels, Kuratorin
    Carla Huttenloher, Kuratorische Mitarbeiterin
    Britta Denzin, Ausstellungsmanagerin
    Veranstaltungsort: Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, 10623 Berlin
    www.smb.museum/museen-einrichtungen/museum-fuer-fotografie/ausstellungen/detail/neue-frau-neues-sehen

  • 08. Mai – 16. Mai 2026
    ON HER WAY - 30 Jahre Frauenmuseum Berlin
    Sein 30-jähriges Gründungsjubiläum feiert das Berliner Frauenmuseum mit der Eröffnung seiner großen Gruppenausstellung am Donnerstag, 7. Mai 2026.
    Inspiriert von der Idee des antiken Symposions versammeln die 28 beteiligten Künstlerinnen aktuelle Fragestellungen und Perspektiven, die sie bewegen. Daraus entsteht ein in sechs Kapitel gegliederter Ausstellungsrundgang. Die Themen reichen von Gegenwartsdiagnosen zu Medien und Natur über Heterotopien, kartografische Strategien und kollaborative Prozesse bis hin zu Erinnerung, Geschichtsschreibung und der Konstruktion von Wirklichkeit in Traum, Architektur und Alltag. Weitere Kapitel öffnen Räume für Zwischenzustände, virtuelle Realitäten und innere Welten sowie für Fragen von Wachstum und Transformation.
    Zentrum der Ausstellung ist eine interaktive Tischskulptur. Sie fungiert als Ort des Austauschs und gemeinsamen Denkens: Jede Künstlerin bringt ein kleinformatiges Objekt als "Gesprächsbeitrag" ein – Essbares wie Nicht-Essbares, Symbolisches, Fragiles oder Widerständiges. Zur Finissage wird dieses Gemeinschaftswerk in einer partizipativen Führung aktiviert. Besucher*innen sind eingeladen, am Tischgespräch teilzunehmen und ihre eigenen Gedanken einzubringen.
    Teilnehmende Künstlerinnen: Caroline Armand, Judith Brunner, Katia Sophia Ditzler, Ulrike Dornis, Christine Falk, Caty Forden, Jelena Fuzinato, Ina Geißler, Ulrike Gerst, Andrea Golla, Harriet Groß, Margret Holz, Helena Kauppila, Rachel Kohn, Verena Kyselka, Uschi Niehaus, Roswitha Paetel, Susanne Piotter, Zuzanna Schmukalla, Annette Selle, Beate Selzer, Anja Sonnenburg, Beate Spitzmüller, Marianne Stoll, Regina Weiss, Sibylla Weisweiler, Marcelina Wellmer und Anke Westermann
    Kuratiert von Almut Hüfler.
    Veranstaltungsort: Projektraum des Kunsthauses Bethanien,
    Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
    Öffnungszeiten: täglich 12-18 Uhr, Eintritt frei
    www.frauenmuseumberlin.de/2026/04/15/one-her-way

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    Beitrag vom 07.05.2026

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